MUSIK:
Simon Fisher-Turner - "THE LAST OF ENGLAND"
Dazu, nach
etwa 45 Sekunden:
ANIAN:
"Die Luft duftet nach den Gewürzen des
Dschungels und des Ozeans - feucht und frisch, in
meinem Haar spielt der leichte Wind, der vom Meer
kommt.
Die Nacht ist
dunkel, wie das BLAU des Universums. Dieses BLAU
bettet die Welt in meine Seele. Dieses BLAU bettet
meine Seele in die Welt. Dazu dann das Blau des
Ozeans, noch dunkler und tiefer als der Himmel, nur
nahe am Strand vermischt es sich mit hellerem
Türkis und Dunkelgrün.
Dazu der klare,
silberne Strahl Mondlicht; dort wo der Mond ist, da
bin ich in Wirklichkeit. Der Mond ist nicht Teil der
Welt; der Mond ist das Unerreichbare, da will ich
hin. Eines Nachts, es war wohl Vollmond, da bin ich
heruntergefallen. Von dieser Welt will ich nichts
begreifen... Ich träume von unmöglichen
Dingen! Aber warum sind sie denn unmöglich,
wenn ich von ihnen träume? Die rauschenden
Wellen schäumen weißglitzernd ...
Ich trinke den
letzten Schluck Champagner und schaue dich an. Heute
bist du spröde, heute willst du meine Kekse
nicht, und auch meine Küsse nicht. Du
wünschst dir, daß ich doch endlich auch
ein Mädchen lieben soll, aber ich will nur
dich. Spiegel sein für deine Seele.
Also hauche ich
dir die Zauberworte ins Ohr. Unschuldiger Junge.
Freier wilder Junge. Heilig, der Größte
und der Kleinste, und in dir geht wieder die
strahlende SONNE der Liebe auf. Liebe für alle,
für die ganze Welt, bis in den kleinsten Winkel
in der entferntesten Ferne. So fällst du mir um
den Hals. Zwei Feurige Herzen, sinnliche Körper
und nachtblaue Seelen, die sich berühren und
verführen.
Über das
Flußdelta schwimmt eine künstliche
Perlmutt-Insel in Form einer riesigen MUSCHEL, die
sich gerade öffnet. Im Inneren der MUSCHEL
beginnt das Orchester zu spielen. Die MUSCHEL
verläßt das Flußdelta und treibt
hinaus auf das dunkle, wogende Tiefblau des Ozeans.
Die Sängerin beginnt zu singen."
MUSIK:
D.J. Doctor Megatrip - "LIQUID EYELINER"
Darauf
gesprochen, die Worte (ANIAN):
"Während
das Orchester und die Sängerin hinaus aufs Meer
treiben, reißen wir uns die Kleider vom Leib
und werfen uns lachend in die Fluten des Ozeans. Die
uns beschreibenden Adjektive: ursprünglich,
unschuldig und braungebrannt. Hingegeben dem Tanz
des Lebens.
Die Wellen
wiegen uns auf und ab, hin und her - dies ist die
schwerelose Anmut der Tänzer und Astronauten.
Mutig stürzen wir uns in die Tiefen wie
Perlenfischer und strecken die Hände aus nach
den golden-blauen und orange-grünen
Meeresfischen."
SAPHIRA:
"Dieser
Junge, der Anian heißt, ist ein Träumer,
ein Moonboy. An dieser Stelle der Handlung
schwelgt er gerade in unvorstellbarem Glück.
Klar also, daß er uns davon als erstes
erzählen will. Das, wovon ein Mensch am
liebsten erzählen will, ist sein
größtes, sein liebstes Glück.
Trotzdem: Was
sich gerade in diesem Moment abspielt, befindet sich
eigentlich im Mittelteil der Handlung. Die Handlung
jedoch beginnt am Anfang dieser Geschichte und endet
am Schluß ... "
Sekundenlange Stille
MUSIK:
Samuel Barber - "ADAGIO FOR STRINGS"