In Zeiten des Internets sind
Klappentouren eigentlich eine völlig
überholte Art des Auslebens der eigenen
Sexualität, klärten mich meine zwei
besten Freundinnen, Pia und Elke, letztens auf und
zeigten mir, wie einfach es ist, nachts um drei
besoffen noch nette Kontakte zu Männern in
Unna oder Heidenheim herzustellen.
Klar, daß man diese Menschen
nie kennenlernen wird und natürlich auch,
daß man seine eigentlichen Triebe und
Gelüste so nicht wirklich ausleben kann und
will. Doch wenn man genügend Tage vor dem
Rechner investiert, dann findet man auch hier
einige Foren, die es in sich haben: Freunde des
Klosteinleckens aus aller Welt treffen sich zum
Klönen, geben sich Tipps und betreiben vor
allem Tauschbörsen.
Man erschrickt zwar manchmal
über die Preise, aber wenn man bedenkt,
daß eine Reise nach Südkorea oder Genf
auch nicht gerade billig ist, dann zieht man es
vielleicht doch vor, sich über Internet die
Köstlichkeiten der öffentlichen
Toiletten dieser Welt zu bestellen. Und man kann
ja auch selber mit Angeboten etwas dazuverdienen.
So waren meine Klosteine aus dem Kiezklo am
Gesundbrunnen, die ich im Überfluß zu
Hause horte, begehrter als ich erwartet
hatte.
Dennoch, einmal mit der Zunge die
Pissrinne entlang zu lecken, das kann so ein
Interneterlebnis und ein bestellter Klostein einem
natürlich nicht ersetzen.