INTERNETKLOSTEINREPORT

(November 2003)


 

In Zeiten des Internets sind Klappentouren eigentlich eine völlig überholte Art des Auslebens der eigenen Sexualität, klärten mich meine zwei besten Freundinnen, Pia und Elke, letztens auf und zeigten mir, wie einfach es ist, nachts um drei besoffen noch nette Kontakte zu Männern in Unna oder Heidenheim herzustellen.

Klar, daß man diese Menschen nie kennenlernen wird und natürlich auch, daß man seine eigentlichen Triebe und Gelüste so nicht wirklich ausleben kann und will. Doch wenn man genügend Tage vor dem Rechner investiert, dann findet man auch hier einige Foren, die es in sich haben: Freunde des Klosteinleckens aus aller Welt treffen sich zum Klönen, geben sich Tipps und betreiben vor allem Tauschbörsen.

Man erschrickt zwar manchmal über die Preise, aber wenn man bedenkt, daß eine Reise nach Südkorea oder Genf auch nicht gerade billig ist, dann zieht man es vielleicht doch vor, sich über Internet die Köstlichkeiten der öffentlichen Toiletten dieser Welt zu bestellen. Und man kann ja auch selber mit Angeboten etwas dazuverdienen. So waren meine Klosteine aus dem Kiezklo am Gesundbrunnen, die ich im Überfluß zu Hause horte, begehrter als ich erwartet hatte. 

Dennoch, einmal mit der Zunge die Pissrinne entlang zu lecken, das kann so ein Interneterlebnis und ein bestellter Klostein einem natürlich nicht ersetzen.

 
 
 
 

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Stand: 6. Dezember 2003