Madrid, Hauptstadt Spaniens und
auch der Ort, an dem Maya-ren-domos erfunden wurde
und in jedem Haushalt gebräuchlich ist, oh
wundervolles Madrid, du bist einen Besuch wert.
Kein Zweifel, dass es für
mich als offiziellen Klosteintester des
Schlampenreports eine Pflicht war, hierher zu
kommen und zu überprüfen, ob die
Gerüchte rund um den Klostein auch wahr sind.
Für alle, die nicht zu dem
elitären Kreis der Klosteinliebhaber
zählen, sei hier erklärt, daß
Maya-ren-do-mos, eine sexuelle Spielart ist, bei
der die Dame oder der Herr sich einen Klostein
halb in die Anusöffnung schieben und der
Partner oder die Partnerin diesen dann langsam
lecken, bis sich der Klostein löst. In
einschlägigen Reiseführern wird das
Madrid des 16. Jahrhunderts als Geburtsort dieser
sowohl befriedigenden als auch äußerst
hygienischen Freizeitbeschäftigung genannt.
Tatsächlich hat eine Umfrage
letzen Jahres unter 2000 zufällig
ausgewählten Madridern ergeben, daß
rund 70 % der erwachsenen Einwohner mehr als
einmal im Monat diese Praktik vollziehen.
So könnte man sagen, Madrid
ist die Stadt der Klostein- und Anuslecker. Doch
in den einschlägigen Homolokalen fand ich
keine Klosteine in den Urinalen. Als ich einmal
einen Kellner fragte, grinste er mich nur frech an
- zwischen seinen Zähnen glitzerten einige
rosafarbene Kleinstteilchen. Offensichtlich
reservieren hier die Beschäftigten sich die
besten Stücke selber. Tatsächlich
scheint für so manchen Ober die Chance, so
nah an der Quelle zu sitzen, der einzige Grund zu
sein, in einer Kneipe zu arbeiten. Zumindest sieht
man sie im Allgemeinen öfter auf der Toilette
als hinter dem Tresen.
Frustriert ging ich in die Gegend
zwischen Gran Via und Plaza del Sol, dort, wo die
Transen sich aufreihen, um sich ihre nächste
Tittenfüllung zu verdienen. Doch auch hier:
nur Mißerfolge. Die erste kam gerade aus
Rußland und hatte keine Ahnung, die
nächste war Französin und chauvinistisch
genug, nur ihre Landesspezialität
ausüben zu wollen und die Andere hatte keine
Klosteine zur Hand.
Ich beschloß, den
Klosteinreport ausfallen zu lassen und ging ins
Museum, denn DIEGO DE SILVA Y VELAZQUEZ würde
sicher auch mir Trost spenden. Tatsächlich
lernte ich dort, daß man die Hoffnung nie
aufgeben sollte. Just, als ich im Prado austreten
war, kam ein muskulöser dunkelhaariger
Angestellter in den Kloraum, um die Urinale mit
zitronengelben, quadratischen Steinen
aufzufüllen. Ein Blick in die Augen
genügte und wir entweihten die Pradotoilette
und ich lernte endlich die Madrider Art, die
köstlichsten Erfrischungen der Welt auf die
delikateste Weise zu mir zu nehmen, intensiv
kennen.
Madrid ist für
Klostein-Liebhaber wahrlich eine Reise wert.